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Peking: Ming Gräber und chinesische Mauer
…das war ein schöner Tag, auch wenn mich mein Bauch heute etwas geärgert hat. Er ist doch nicht das Essen hier gewohnt und hat mir das heute mehrmals deutlich gezeigt.
Heute morgen um 8.00 Uhr ging es mit dem Tourbus zu den Ming Tombs (Gräber der Ming Dynastie). Ein kurzer geschichtlicher Einblick, den ich an dieser Stelle nicht vertiefen möchte, und sehr schöne Tempelanlagen und Parks waren sehr beeindruckend und schön anzusehen, bzw. zu hören.
Nachdem wir hier durch waren, fuhren wir weiter zu einer Jadefabrik, in der Souveniers gekauft werden konnten und dort gab es auch ein leckeres Mittagessen.
Nach dem Lunch wurden wir zum eigentlichen Highlight an diesem Tag gebracht. Eins der bekanntesten und schönsten Teilstücke (Badaling) der chinesischen Mauer sollte unser Hauptprogrammpunkt heute sein. Inkl. einer kleinen (eigentlich war sie ziemlich anstregend) Klettertour hoch zu einem der 40.000 Wachtürme. Wow, war das anstrengend in der Sonne.
Aber nicht die Sonne war das eigentliche Martyrium, sondern die Beschaffenheit des Weges. Das war an einigen Stellen schon ziemlich kriminell und ich wunderte mich über einige ältere chinesische Menschen, die diesen Weg auch auf sich nahmen. Der Krankenwagen soll angeblich eine feste Einrichtung an den Einstiegsstellen der chin. Mauer sein. Ich verstand recht schnell warum, denn wir jungen, ach so fitten, Leute kamen ebenfalls sehr ins Schwitzen und Schnaufen. Unser Tour Guide warnte uns vorher, vorsichtig zu sein und keine Experimente zu machen. Und er ließe dort nur fitte Leute hoch, die gut auf den Beinen sind.
Es waren Passagen dabei, die so steil waren, dass wir fast auf allen Vieren dort hoch mussten. Nicht zuletzt die Steine waren sehr glatt und die Stufen alles andere als gleichmäßig. Der Blick den man allerdings alle paar Meter zurückschweifen ließ, weil man eine kleine Pause einlegte, war gigantisch. Leider kam bei mir nicht das Bewußtsein auf, dass ich gerade auf der chin. Mauer stehe. Vielleicht war es einfach zu beeindruckend. Wir erklimmten recht zügig den Wachturm und das Erfolgserlebnis ließ nicht lange auf sich warten. Der Abstieg schließlich, war auch nicht viel einfacher als der Aufstieg, da wir abwärts auch wieder die ziemlich steilen und dazu glatten Stellen überwinden mussten. Trotz aller Anstrengungen aber ein tolles und beeindruckendes Erlebnis, was ich so schnell nicht vergessen werde.
Auf dem Rückweg fuhr unser Tourbus einen kleinen, nicht eingeplanten, Umweg, um uns das Olympische Gelände, Olympische Sommerspiele von 2008, im Vorbeifahren zu zeigen. Wir sahen den “Watercube” in dem Michael Felbs 8 Goldmedaillen holte. Wir sahen ein paar andere Stadien für diverse Sportarten und auch einen Blick auf das Olympische Dorf konnten wir werfen. Sehr cool, das auch mitnehmen zukönnen.
Als wir alle dachten, jetzt geht es nach Hause, überraschte unser Tourguide uns ein zweites Mal. Er lud uns alle zu einer traditionell chinesischen Teezeremonie ein. Das war sehr interessant anzuschauen und die 5 Sorten Tee, die wir in kleinen Bechern probieren durften, war der bisher hochwertigste, aromtischste und leckerste Tee, den ich in meinem Leben getrunken habe.
Alles in Allem ein runder Abschluss eines runden Tages, der mir, neben anderen schönen Eindrücken, in sehr guter Erinnerung bleiben wird.
Jetzt bin ich platt und freue mich auf ein feudales Abendessen nach einem großen Tag.
